03.05.10 Freie Wähler wechseln Vorstand 
Ingrid Heinl gibt nach 14 Jahren den Vorsitz an Christoph Bauer ab. Sorge um künftiges Profil der Wählervereinigung Konstanz – Vorstandswechsel bei den Freien Wählern in Konstanz: Die bisherige Vorsitzende hat nach 14 Jahren ihr Amt abgegeben. Sie wurde mit stehenden Ovationen von den Mitgliedern verabschiedet. Heinl zieht mit dem Rückzug Konsequenzen aus dem Stimmergebnis bei der Kommunalwahl. Sie hatte vergeblich für den Einzug in den Gemeinderat kandidiert.
In ihrer Abschiedsrede wies Heinl auf Nachteile der vorwiegend regional strukturierten Freien Wähler hin, die in der Bundespolitik keine Rolle spielen wollen. Ohne zentral abgestimmte Positionen, sei die Wählervereinigung zwar unabhängiger als eine Partei, für den Bürger aber sei das Profil schwerer zu erkennen, bemängelte Heinl. Sie hat den Eindruck, der Rückhalt für die Freien Wähler habe in der Bevölkerung abgenommen.
Der Fraktionsvorsitzende Ewald Weisschedel verabschiedete Heinl als herausragende Organisatorin. Der frühere Stadtrat Walter Pilz bedankte sich bei Heinl für ihre enorme Zuverlässigkeit. Der neue Vorsitzende Christoph Bauer, der wie alle seine Vorstandskollegen ohne Gegenstimme gewählt wurde, sagte, er wolle den Kontakt zur Basis verstärken. Ihm zur Seite steht als Stellvertreter Martin Cleffmann, als Schriftführerin Anja Francke und als Kassier Matthias Mende. Außerdem wurden sechs Mitglieder in einen Beirat gewählt, die den Vorstand unterstützen.
Die Freien Wähler wendeten im vergangenen Jahr über 49 000 Euro für den Kommunalwahlkampf auf, wie Kassenwart Matthias Mende ausführte. Da die Freien Wähler seit Jahren auf diese Ausgaben gespart hatten, hätten sie dennoch mit einem deutlichen Plus abgeschlossen.
Der Fraktionsvorsitzende Ewald Weisschedel sagte mit Blick auf die politischen Brennpunktthemen in der Stadt: Für die Zukunft des Krankenhauses in Konstanz schwebe ihm ein Verbund mit Singen nach einem in anderen Regionen erfolgreichen Holding-Modell vor. Demnach blieben die Kliniken eigenständig, gehörten aber einer gemeinsamen Dachgesellschaft an.
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