Aktuelles


Guter Radfahrer- böser Radfahrer?

Wenn ich meine betagte, seheingeschränkte Mutter frage, vor welchem Verkehrsmittel sie am meisten Angst habe, sagt sie sofort: „Vor den Radfahrern! Die rasen auf meinem Spazierweg am Hoerlepark an mir  ohne Abstand vorbei  und klingeln nicht einmal.“ Sie fühlt sich bedroht. Zu Recht! Ähnliches können wir jeden Tag hundertfach in der Innenstadt beobachten- in der Hafenstrasse, in der Zollernstrasse oder der Münzgasse. Mit Autofahrern kommt es hier seltener zu Konflikten. Sie fahren fast nie auf Fusswegen und verhalten sich erstaunlich defensiv in verkehrsberuhigten Bereichen. Auch das lässt sich an diesen Stellen täglich beobachten. Gleichwohl tragen eben die Rad- und nicht die Autofahrer- dazu bei, dass unsere Innenstadt weniger verstopft ist, dass wir weniger Schadstoffemissionen haben. Man stelle sich die überlastete Innenstadt vor, wenn nur jeder zweite Radfahrer mit dem PKW käme. Und es sind auch nicht alle Radfahrer, die undiszipliniert sind. Was uns fehlt ist eine Kennzeichnungspflicht für Räder! Das würde das Verhalten der Radler ändern, denn sie müssten befürchten, dass sie wegen ihres verkehrsgefährdenden Verhaltens belangt werden – gerade so, wie es jedem Autofahrer passieren kann, wenn er eine rote Ampel überfährt. Und das ist es, was Autofahrer davon abhält, sich so flegelhaft zu verhalten, wie es manche Radfahrer tun. Autofahrer sind so gut oder böse wie Radfahrer. Aber das Radfahren entlastet unsere Strassen und unser Klima, ist gut für die Gesundheit und muss deshalb weiter gefördert werden. Doch Radfahrer und Fussgänger müssen getrennt werden, denn der Schwächere ist vor dem Stärkeren zu schützen.

Anselm Venedey, Stadtrat FW

 

Schulentwicklung in Konstanz

Die Zeit drängt.

Seit Jahren schleppen wir in unserer Stadt ein Schulraumdefizit mit uns herum. Bis vor ein paar Jahren hatten wir keine verlässlichen Zahlen, welche Schulart die Eltern für ihre Kinder zukünftig anwählen werden. Parallel stieg die Anzahl der Kinder in unserer Stadt.

Inzwischen ist der Trend klar. Das Gymnasium bleibt weiterhin die beliebteste Schulart und direkt im Anschluss folgt der Wunsch nach einem Platz in der Gemeinschaftsschule.

Große finanzielle Aufgaben liegen vor uns und wir sind gezwungen, genau zu prüfen, welche Schulstandorte wir noch erhalten und wo genau wir Schulraum zu schaffen haben.

Das jährliche Abwarten auf die neuen Anmeldezahlen ist nun vorbei. Auf Basis der Zahlen der letzten 5 Jahre muss nun der Gemeinderat eine Entscheidung herbei führen. Können wir uns noch zwei Realschulstandorte leisten? Oder entsprechen wir dem eindeutigen Konstanzer Elternwillen, mehr Platz an dem Erfolgsmodell Gemeinschaftsschule zu schaffen? Natürlich ist uns als Schulträger daran gelegen, ein luxuriöses Angebot in der Schullandschaft darzustellen. Dies ist mit einer Erweiterung des pädagogischen Konzeptes der GMS gewährleistet, da auch diese Schule bereits jetzt Rückläufer im Laufe einer Schullaufbahn aufnimmt.  Mitdenken müssen wir aber auch die dazu gehörenden Sporthallen und den professionellen Ausbau des Ganztagesbereiches.

Entscheidungen müssen noch in diesem Jahr fallen. Wichtig für alle an der Schullandschaft Beteiligten ist nun: Planungssicherheit.


 

Und wo soll ich denn parken?

Parkplätze in Konstanz werden nicht nur von Kunden des Einzelhandels genutzt, sondern auch von Personen, bei denen Parken -und vor allem zentrales Parken- zum Beruf gehört. Man stelle sich vor, man hätte einen Handwerksbetrieb mit einem PKW oder Kleintransporter mit Überlänge oder einer Höhe von über 2 Metern, den die hiesigen Parkhäuser nicht aufnehmen können. Am besten noch beladen mit schweren Materialien, Werkzeugen und Maschinen o.geeignet zum Abtransport von Abbruchabfällen. Die Forderung, abzuladen und das Fahrzeug dann dezentral zu parkieren, ist nicht nur schwer realisierbar, sondern im Alltag schlichtweg unrealistisch. Handwerker befinden sich in folgender Zwickmühle: Beim Kunden im Vorort fährt er bis vor die Haustür, parkt kostenlos und läuft wenige Meter. Arbeitet er aber in der Stadt, an einem Markttag, muss er am Döbele parken. Oder er parkt mit kleineren Wägen im Parkhaus u. zahlt pro Fahrzeug 12 € am Tag. Die Wegzeit zwischen Fahrzeug und Baustelle u. die Kosten für den Parkplatz muss er zwangsläufig dem Kunden berechnen. Bei einem Badumbau z. B. mit mehreren Handwerkern in 2 bis 3 Wochen ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor, der Kunden im Vorort erspart bleibt! Die FW fragen sich daher: Kann das Parken des Handwerkers, des mobilen Pflegers, Arztes usw. vom Normalparker nicht entkoppelt werden? Wie regeln das andere Städte? Können wir dieses Thema als zukunftsfreudige Stadt digital lösen? Melden wir uns in Zukunft über Handy bei der Stadt an? Wir sollten das Thema zum Schutz der genannten Berufsgruppen vereinfachen, um allen Beteiligten, auch den Kunden, die gleiche Ausgangssituation zu ermöglichen. In einer Stadt, die den Klimanotstand ausgerufen hat, müssen Anreize geschaffen werden. So könnten Parkkarten für Werkstatt- oder Servicefahrzeuge bei Anmeldung mit Elektrofahrzeugen kostenlos sein. Ladestationen und Förderungen schaffen Tatsachen. Mit gutem Willen allein wird das nichts!

Christian Koßmehl

 

Braucht die Kinderklinik in Konstanz einen Chefarzt/Chefärztin

Vor nun beinahe 7 Jahren hat sich der Gesundheitsverbund Landkreis Konstanz gegründet. Zum Zusammenschluss kam es, da beide großen Häuser, Singen und Konstanz, in erhebliche finanzielle Bedrängnis gekommen sind und niemand der Verantwortlichen im Kreis die Gesundheitsversorgung in private Betreiberhände geben wollte. Dies war eine weitsichtige, kluge Entscheidung. Die wirtschaftliche Situation hat sich erheblich verbessert, Die Synergien im personellen, technischen und medizinischen Bereich sind unübersehbar. Die Bevölkerung unseres Landkreises kann sich auf eine hochprofessionelle Versorgung verlassen.

Und dies ist immerhin zu einer Zeit gelungen, als es bundesweit für alle Krankenhäuser schwierigste Bedingungen zu bewältigen gab.

Nun sind die Zeiten im finanziellen, wie auch personellen Bereich nicht besser geworden und große Herausforderungen, auch baulicher Art kommen auf den GLKN zu. An erster Stelle steht dabei, wie schon mehrfach beschrieben, die Gewinnung von Pflegekräften und die Bereitstellung von Wohnraum für das Personal.

In dieser schwierigen Situation war es durchaus naheliegend darüber nachzudenken, ob es aus finanziellen und personellen Gründen nicht besser wäre, nach dem geplanten Ausscheiden des Chefarztes der Konstanzer Kinderklinik noch in diesem Jahr, die beiden Kinderkliniken zu verschmelzen.

Nach dem von der KV erzwungenen Wegfall der Kindernotfallpraxis wäre das aber eine weitere schwere Einschränkung für die Versorgung der Konstanzer Kinder geworden und so war man sich rasch einig diese Stelle neu auszuschreiben, um sie wieder mit einer kompetenten Chefärztin oder Chefarzt zu besetzen. Wiederum eine kluge Entscheidung der Verantwortlichen.

Für uns Freie Wähler war und ist es immer wichtig die stationäre Gesundheitsversorgung in kommunaler Hand zu behalten, damit nicht die gemeindenahe Behandlung ökonomischen Interessen geopfert wird. In unserer sozialpolitischer Verantwortung werden wir darauf immer ein wachsames Auge haben.

Dr. Ewald Weisschedel

 

Der gefährliche See

Es schien schon einmal fast zu spät zu sein. In den 70er Jahren drohte der Bodensee zu kippen. Unmengen an Phosphaten aus der Landwirtschaft und ungeklärtem Abwasser sorgten zwar für riesengrosse Fische, die sich in den Netzen der Berufsfischer verfingen, aber gleichzeitig ging die Artenvielfalt zurück und man musste ums Trinkwasser fürchten. Deshalb wurde 1960 die Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee mit dem Ziel gegründet, unseren See vor Verunreinigung zu schützen. Diese Kommission setzt sich aus Mitgliedern aller Anrainer zusammen. Sogar die nur mittelbar betroffenen Kantone Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden und das Fürstentum Liechtenstein sitzen mit am Tisch. Die Zusammenarbeit hat die Menschen über die Grenzen hinweg miteinander verbunden. -egal welcher politischen Couleur sie sein mögen. Schon mindestens zwei Generationen profitieren seither von dieser ökologischen und politischen Zusammenarbeit. Und die Genesung des Sees hatte Vorbildcharakter für viele Binnenseen in ganz Europa und darüber hinaus. Heute ist „der See“ gerettet. Er ist so sauber, wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Jetzt geht es um das soziale und ökonomische Wohl der Stadt im Kontext des globalen Klimawandels. Wieder wird es der Anstrengungen aller Beteiligten bedürfen, um die Herausforderungen der kommenden Jahre zu bewältigen. Alle Politiker müssen zusammenarbeiten. Die Klimaprobleme können wir zwar nicht alleine lösen, aber vielleicht können wir erneut Vorbild sein für eine immer grösser werdende Zahl an Mitstreitern- wie einst beim See.

Sie wollen mehr über „den See“ erfahren? Dann gehen Sie doch mal wieder ins Museum, denn ihm ist die grosse Sonderausstellung des Rosgartenmuseums gewidmet.

Anselm Venedey Stadtrat FW


 
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